Methodik und Datenlage
NEUERUNGEN IM INFORMATIK-MONITOR
Die Kategorisierung der Bundesländer für die Deutschlandkarte wurde weitergeführt, um die Empfehlung der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission, dem Beratungsgremium der KMK, besser abzubilden: Bundesländer, die die Empfehlung von sechs Wochenstunden (WS) vollständig erfüllt haben, Bundesländer, die die Empfehlung von vier WS kurzfristig erfüllt haben, Bundesländer, die die Empfehlung noch nicht erfüllt haben und Bundesländer ohne Pflichtfach Informatik. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Informatik als wesentlichen Bestandteil des Fächerkanons allgemeinbildender Schulen zu begreifen und in allen Schularten angemessen zu berücksichtigen.
In der aktuellen Ausgabe legt der Informatik-Monitor einen Schwerpunkt auf das Fach Informatik in der gymnasialen Oberstufe. Insbesondere im Vergleich zu den naturwissenschaftlichen Fächern gibt es Nachholbedarf, da das Fach Informatik durch die Vorgaben der Kultusministerkonferenz und der Bundesländer im Vergleich zu diesen systematisch benachteiligt wird. Dies zeigt sich in unterschiedlichen Belegungsmöglichkeiten und -verpflichtungen und dem Stellenwert als Abiurprüfungsfach. Für eine Vergleichbarkeit mit den Naturwissenschaften wurden in diesem Jahr entsprechende gesetzliche Vorgaben und Bestimmungen zur gymnasialen Oberstufe analysiert. Dazu wurden sechs Indikatoren entwickelt, welche unterschiedliche Perspektiven auf das Fach Informatik werfen.
METHODISCHES VORGEHEN
Die Datengewinnung für die Abschnitte „Allgemeines Schulwesen“, „Curriculare Vorgaben“, „Sekundarstufe I“, „Gymnasiale Oberstufe“ und „Ausblick“ erfolgte im Rahmen einer umfangreichen, durch eine Expertenbefragung verifizierte Dokumentenanalyse. Zur Analyse der strukturellen Aspekte des Informatikunterrichts wurden curriculare sowie bildungsadministrative Dokumente wie Gesetzestexte, Verordnungen und Vorschriften auf Inhalte mit Informatikbezug untersucht und zusammengefasst. Diese Zwischenergebnisse wurden im Rahmen einer Befragung von Expertinnen und Experten in den Bundesländern verifiziert und überarbeitet. Es lagen uns aus allen Bundesländern Rückmeldungen vor.
Für die Abschnitte „Stundentafeln“, „Erreichte Schülerinnen und Schüler“, „Lehrkräftebestand“ und „Studium und Weiterbildung“ wurden verschiedene Quellen herangezogen. Die Daten für die Indikatoren zu den Schülerinnen und Schülern (SuS) in der Sekundarstufe II (Sek II) stammen aus öffentlichen Daten der Kultusministerkonferenz (KMK), die Zahlen zur aktuellen Situation der Lehramtsstudierenden an den Hochschulen der einzelnen Bundesländer aus einer Sonderauswertung von Destatis. Der überwiegende Teil der in dieser Untersuchung präsentierten Daten stammt jedoch aus einer Umfrage des Stifterverbandes bei den Ministerien auf Länderebene, wobei das zuständige Ministerium je nach Bundesland variiert (z.B. Statistisches Landesamt, Kultusministerium etc.).
Forschungsdaten
Ab Dezember 2025 ist geplant, die Forschungsdaten in maschinenlesbarer Form und zur freien Nutzung zur Verfügung zu stellen. Rufen Sie dazu den Link zur GI-internen GitLab-Instanz auf.
